IM RAHMEN DES „INTERNATIONALEN TAGES DER DEMOKRATIE“
Hamburger Tage der Demokratie 2026
vom von 9. bis 17. September 2026 in Hamburg
Die Wahlerfolge rechtsradikaler Parteien und die damit verbundene Verschiebung gesellschaftlicher Debatten nach Rechtsaußen gefährden den demokratischen Zusammenhalt, schwächen die Kultur demokratischer Verständigung und tragen zu einer Erosion demokratischer Werte bei.
Unter der Überschrift „Gemeinsam für Demokratie“ laden wir Sie rund um den 15. September, dem Internationalen Tag der Demokratie, zu unserem vielfältigen Veranstaltungsangebot ein.
Denn ein demokratisches Gemeinwesen lebt von Bürger*innen, die für eine demokratische Debattenkultur eintreten und demokratische Institutionen gegen autoritäre und antidemokratische Angriffe verteidigen und die sich der Verbreitung von Hassrede und Desinformation entgegenstellen.
„Wir“, das sind verschiedene Hamburger politische Bildungseinrichtungen. Lernen Sie mit den von uns organisierten „Tagen der Demokratie“ die Vielfalt der politischen Bildung in Hamburg kennen und lassen Sie sich inspirieren.
Dafür bieten wir Ihnen ein abwechslungsreiches Programm: Von thematischen Stadtrundgängen über Vorträge bis hin zu Podiumsdiskussionen – hier finden Sie zahlreiche Gelegenheiten, sich zu den unterschiedlichsten Themen zu informieren, Meinungen zu hinterfragen, mitzudiskutieren und in den Dialog zu treten. Den Auftakt bildet eine gemeinsame Veranstaltung am 09.09.26, bei der alle Veranstalter*innen beteiligt sind.
„Die Demokratie ist nur so stark wie die Menschen, die sich für sie einsetzen.“
In diesem Sinne möchten wir Sie ermutigen, sich aktiv einzubringen und mit uns gemeinsam die Demokratie zu leben und weiterzuentwickeln. Denn Demokratie lebt vom Mitmachen von uns allen und eine Voraussetzung dafür ist, gut und ausgewogen informiert zu sein.
Jedes Jahr werden in Nepal Tausende Frauen und Kinder Opfer von Menschenhandel, Ausbeutung und Gewalt. Inmitten dieser erschütternden Realität kämpft Anuradha Koirala seit Jahrzehnten unermüdlich gegen die moderne Sklaverei. Als Gründerin der Organisation Maiti Nepal hat die Frau, die heute weltweit als „Mutter Nepals“ bekannt ist, bereits über 50.000 Betroffenen den Weg in ein neues Leben eröffnet.
Ihre außergewöhnliche Geschichte von Mut und Mitgefühl steht im Zentrum einer aufrüttelnden Dokumentation der Journalistin Natalie Amiri und des Filmemachers Steven Priovolos. Der Film führt mitten hinein in die Abgründe der Ausbeutung, zeigt aber zugleich die Kraft eines Menschen, die Welt zu verändern. Nach einem Kurzinput zur aktuellen Situation in Nepal präsentiert das Werk das Leben einer Frau, die ihr gesamtes Sein dem Schutz der Schwächsten gewidmet hat. Diese zutiefst bewegende Dokumentation bietet Einblick in den täglichen Kampf gegen das Unrecht und porträtiert die Hoffnung, die selbst unter schwierigsten Bedingungen besteht.
Nach dem Film besteht die Möglichkeit zu einem Austausch im Foyer, um z.B. zu überlegen, wie die Themen des Films im schulischen Kontext erörtert werden können.
Was passiert mit unseren Freundschaften in Zeiten gesellschaftlicher Polarisierung. Polikrisen, Kriege und politische Spannungen stellen uns auf die Probe und führen in Beziehungen nicht selten in ein Dilemma zwischen Loyalität und Haltung. Auch der Umgang mit unterschiedlichen Lebensrealitäten in Bezug auf Privilegien, Diskriminierung und Rassismus spielen eine Rolle.
Im Rahmen der Reihe „Neue Deutsche Analysen“ möchten wir diesen Fragen nachgehen: Begrenzen wir unsere Freundeskreise zunehmend auf Gleichgesinnte? Sind Freundschaften nicht gerade der soziale Raum, in dem wir lernen können, Trennendes auszuhalten? Und können wir ausgehend von diesem Nukleus für die Gesellschaft lernen und der Polarisierung entgegenwirken?
Mit Emilia Roig – Autorin aus Berlin
Moderation: Sarah Zaher – Journalistin aus Hamburg
Wir laden Dich herzlich ein, mitzudenken, mitzudiskutieren und vielleicht auch eigene Perspektiven zu entdecken.
Ein Kooperationsprojekt der Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg e.V. und der W3_ Werkstatt für internationale Kultur und Politik.
Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg e.V. in Kooperation mit der W3_ Werkstatt für internationale Kultur und Politik e.V.
Kontakt
Friederike Wirtz
Talkrunde mit Expert*innen und Publikumsgespräch
Mo., 14.09.DISKUSSION
Digitale Räume sind längst Teil unseres Alltags und zugleich Orte, an denen Hass, Bedrohungen und gezielte Einschüchterung zunehmen. Besonders FLINTA*-Personen sind von sexistischen Anfeindungen, digitaler Gewalt und Hate Speech betroffen. Die Folgen reichen von persönlicher Belastung bis hin zum Rückzug aus öffentlichen Debatten und gesellschaftlicher Teilhabe.
Doch wie verbreitet sich Hass im Netz? Welche Mechanismen und Dynamiken spielen beim Teilen, Klicken, Kommentieren eine Rolle? Welche Auswirkungen hat digitale Gewalt auf Betroffene, demokratische Diskurse und die Meinungsfreiheit? Welche Verantwortung tragen Plattformen, Politik und Gesellschaft? Und was können wir tun, um digitale Räume sicherer und solidarischer zu gestalten? In einer moderierten Gesprächsrunde diskutieren Expert*innen aus Praxis, Wissenschaft und Zivilgesellschaft über Herausforderungen, Handlungsmöglichkeiten und Perspektiven für ein respektvolles Miteinander im Netz. Anschließend ist das Publikum eingeladen, Fragen zu stellen, Erfahrungen zu teilen und mitzudiskutieren. Eine Veranstaltung für alle, die sich mit digitaler Gewalt, Gleichstellung und demokratischer Teilhabe auseinandersetzen möchten.
Im September werden in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern neue Landtage gewählt. Die AfD steht dabei vor den nächsten großen Wahlerfolgen in Ostdeutschland. In vielen Regionen prägt sie bereits heute das politische Klima und verschiebt gesellschaftliche Debatten nach rechts. Zugleich geraten demokratische Initiativen, zivilgesellschaftliches Engagement und solidarische Strukturen zunehmend unter Druck.
Gemeinsam mit dem Rechtsextremismus-Experten David Begrich diskutieren wir die Situation vor Ort, die verbleibenden Handlungsmöglichkeiten und die Frage, wie demokratische und solidarische Kräfte dem Rechtsruck begegnen können. Welche politischen Strategien erfolgreich sind und wo die Grenzen bisheriger Ansätze liegen.
David Begrich, hat Theologie und Sozialwissenschaften studiert und arbeitet seit 1998 als Referent für politische Bildung für die Arbeitsstelle Rechtsextremismus bei Miteinander e. V. in Magdeburg (Sachsen-Anhalt).
Datum
Montag, 14.09.2026
Uhrzeit
19:00 - 21:00 Uhr
Treffpunkt
Fabrique im Gängeviertel Valentinskamp 34
Zugang über Speckstraße (4.OG)
20355 Hamburg
Die „Tage der Demokratie“ in Hamburg sind ein gemeinsames Projekt freier Träger der politischen Bildung, die von der Hamburger Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung über die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg gefördert werden. Außerdem mit dabei sind die Hamburger Volkshochschule (VHS), die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft sowie das Institut für konstruktive Konfliktaustragung und Mediation e.V. Die Träger haben ein je eigenes Profil, sind aber verbunden in ihrem Engagement für Demokratie, Menschenrechte und der Lust an der politischen Diskussion. Sie sind im Verband „Weiterbildung Hamburg“ organisiert, der regelmäßig die Qualität der Bildungsangebote überprüft. Mit den „Hamburger Tagen der Demokratie“ treten wir bewusst gemeinsam in die Hamburger Öffentlichkeit und freuen uns darauf, alte Bekannte wieder zu sehen und neue Kontakte zu knüpfen.
Die 2026 beteiligten freien Träger der politischen Bildung sind:
Herausgegeben im Namen aller Veranstalter*innen von Frank Heidrich, Julie Salviac und Antje Windler.
Verantwortlich für den Inhalt im Sinne des Presserechts: Regionalbüro Nord der Friedrich-Ebert-Stiftung e.V. Julie Salviac Mönckebergstraße 22 20095 Hamburg